Aktuelles aus dem Bürgermeisteramt

Schilder zum "Mundartweg" montiert

Schilder zum „Mundartweg“ montiert – QR-Code eine echte Bereicherung
Zu den Dingen, die die Menschen einer Region verbindet gehört zweifelsfrei die Mundart. Die wird ja von Generation zu Generation überliefert und setzt sich trotz der Tendenz zum „Schriftdeutsch“ immer noch durch. Das Kuriose an der Mundart ist ja die Tatsache, dass sie sich auf kürzeste Distanz ändert. Jede Gemeinde und mancherorts jeder Ortsteil hat seine eigene Mundart oder salopp gesagt „jeder schwätzt e bissle annersch“.

Vielleicht war ja Sorge um die Mundart in der Region auch einer der Gründe, den Mundart-Wanderweg, quasi vom Bauland bis zum Neckar, auszuweisen. Das Projekt war so vielversprechend, dass es sogar mit Mitteln aus dem Leader-Förderprogramm vom Land gefördert wurde.

Auch die Gemeinde Fahrenbach hat sich an dem Projekt Mundartweg beteiligt und so gibt es seit kurzem entlang der Wanderbahn drei vom Bauhof montierte neue Schilder zu entdecken. Die Schilder sollen mit kurzen mundartlichen Anekdoten die Spaziergänger, Radler und Wanderer dazu anregen sich mal mit der Mundart näher zu befassen. Beim Mundartweg machen übrigens Kommunen von Hardheim bis Neckarzimmern mit. Federführend bei der Planung und der Durchführung des Projektes war der Mudauer Hans Slama, dem an dieser Stelle ein großes „Dankeschön“ gilt.

Vor Ort hat neben der Gemeinde Fahrenbach auch der der örtliche Heimatverein tatkräftig mitgewirkt. Gerd Neukirchner und Reinhold Kirschenlohr haben zusammen mit der Verwaltung die Themen für die Hinweisschilder ausgesucht. In Fahrenbach an der Ruhebank in der Nähe des Seniorenheimes wird die Geschichte vom „Säile im Bäile“ erzählt, in Trienz am Schild oberhalb der Bushaltestelle Siedlung werden mundartliche Begriffe übersetzt und in Robern (das Schild steht an der Rasthütte an der Reiß-Mühle) wird ein Mundartgedicht zitiert. Grundlagen für die Texte waren die Veröffentlichungen von Adolf Weber und Erna Münch. Gerd Neukirchner und Reinhold Kirschenlohr haben die Texte aber nicht nur zusammengestellt, sondern diese zusammen mit Wolfram Haaß auch „eingesprochen“. Ja, sie haben richtig gelesen! Die Texte sind auf den Tafeln nämlich nicht nur aufgedruckt, sondern man kann sich die auch mittels QR-Code vorlesen lassen. Es lohnt sich also bei der nächsten Tour auf der Wanderbahn das Handy mitzunehmen. Und wer mit den Begriffen „Bäile, Säile, Biwwle, Mooscht, Bigsche, Pedderi und Dade“ nichts anzufangen weiß, dem wird akustisch auch eine lupenreine hochdeutsche Übersetzung geliefert. Also - einfach mal hin und den Mundartweg - natürlich auch über Fahrenbach hinaus - genießen.