Aktuelles aus der Gemeinderatssitzung

Bericht zur Gemeinderatsitzung am 09.05.2022

Gemeinderatssitzung in Fahrenbach
Fahrenbach.kö. Die Verwaltung ist umgezogen und hat im Bürgerzentrum „Am Limes“ ihr Übergangsdomizil eingerichtet.  Das alt ehrwürdige Rathaus in der Adolf-Weber Straße steht seit wenigen Wochen leer, doch Ruhe ist in der Ortsmitte nicht eingekehrt. Die Bauarbeiten zur Sanierung und dem grundlegenden Umbau des Verwaltungssitzes laufen auf Hochtouren. Die mit den Bauarbeiten beauftragten Männer der Firma Kispert mauern fleißig am Anbau und haben dieser Tage den Fahrstuhlschacht betoniert. Der von Architekt Berthold Nohe erstellte Bauzeitenplan passt und so soll es in den nächsten Monaten auch bleiben. Deshalb, so Bürgermeister Jens Wittmann, bei der Begrüßung zur öffentlichen Gemeinderatssitzung, gilt es jetzt schon – und das war der Sitzungsschwerpunkt- Aufträge für die nachfolgenden Gewerke zu vergeben.
Bevor man aber dran ging Angebote zu vergleichen gab Bürgermeister Jens Wittmann noch bekannt, dass sich das Gremium in nichtöffentlicher Sitzung entschlossen hat, der örtlichen DRK-Gruppe die Beschaffung eines mobilen EKG-Gerätes für rund 5000.-€ vollumfänglich zu finanzieren. Eine Anschaffung die jedem zu Gute kommen kann, und mit der man auch die famose Arbeit der DRK- Gruppe bzw. der Schnelleinsatzgruppe honoriert habe, so die einhellige Meinung im Gremium.
Der Bürgermeister leitete dann zu dem umfangreichen Vergabeteil über. In diversen beschränkten Ausschreibungen wurden die zur Sanierung und dem Umbau des Rathauses notwendigen Arbeiten dargeboten. Dabei, so Wittmann, hat sich gezeigt, dass die Handwerksbetriebe derzeit wohl gut ausgelastet sind, denn beim Gros der Arbeiten legten weniger als die Hälfte der von Architekt und der Gemeinde festgelegten Anbieter zur Submission wertbare Angebote vor. So beim Einbau von Fenster und Türen für die die Firma Roos in Lohrbach das günstigste Angebot vorlegte, das noch deutlich unter der Kostenschätzung liegt. Die Beauftragung erfolgte ebenso einstimmig wie für Maler- und Stukkateurarbeiten an der Fassade und im Innenbereich. Das alles werden Fachleute der Firma Bindnagel aus Mosbach in Angriff nehmen. Der Trockenbau wird, so ein weiterer Entschluss, Sache der Fa. Christ aus Krumbach, während die Verlegung des Estriches von der Firma Fürst aus Mosbach erledigt wird. Beim Estrich war eine deutliche Kostensteigerung gegenüber den Planzahlen zu verzeichnen, was aber schlichtweg an Massenmehrungen liegt. Evtl. so die Anregung aus dem Gremium könne die Mitarbeit des Bauhofes hier zu Kostensenklungen beitragen. Da war es natürlich erfreulich, dass bei den nachfolgenden Vergaben der Sanitär- und Heizungsarbeiten an den örtlichen Anbieter, die Firma Flicker eine deutliche Verringerung der Kosten zu verzeichnen war. Die Elektroarbeiten im neuen Rathaus werden ebenfalls von einem örtlichen Betrieb, nämlich der Firma Wenninger ausgeführt. Bei diesem Gewerk kam es wiederum zu einer Kostensteigerung was u.a. mit dem Aufbau einer Photovoltaikanlage und einer nachträglich geforderten Rauchwarnanlage begründet ist. Insgesamt, so fasste der Bürgermeister die Vergabe der acht Gewerke zusammen, habe man trotz der derzeit allseits zu verzeichnenden Preissteigerungen und dem sich nach oben verlagernde Preisniveau kostentechnisch eine Punktlandung hingelegt. Eingeplant sind nach den gefassten Beschlüssen Investitionen in Höhe von 915.000.-€, veranschlagt war eine Summe von 914.000.- €. Absolut kein Pappenstiel, aber notwendig so der Tenor im Gremium und den Zuschauerreihen.
Gebaut wird aber nicht nur bei der Kommune sondern auch privat, und so stimmte der Gemeinderat dem Antrag einer Fahrenbacherin zum Bau eines Tiny-Hauses zu. Eine Wohnform, die angesichts der steigenden Baupreise sicher noch des Öfteren das Gremium beschäftigt.
Öfters beschäftigt, so der Sitzungsleiter weiter, hat man sich auch schon mit der Corona-Problematik. Aktuell seien etwa 40 Fälle in der Quarantäneliste verzeichnet. Wie schnell das Virus sich ausbreitet spüre man aktuell selbst, so der Bürgermeister. Im Bauhof ist derzeit nur noch ein Mitarbeiter einsatzfähig, alle anderen befinden sich in Quarantäne. Von Ratsseite wurde dann noch angeregt auf Höhe des Seniorenheimes an der Wanderbahn die Fläche rund um eine Ruhebank zu pflastern, damit die Erreichbarkeit mit Rollatoren oder Rollstühlen erleichtert wird. Außerdem bat eine Gemeinderätin darum, die über die Gemarkung verteilten Ruhebänke über die Wintermonate doch stehen zu lassen. Das wolle man gerne tun, wenn es die Beschaffenheit der Sitzmöbel zulässt.
Das Ratsinformationssystem, das papier- und zeitsparend ist, war dann ebenso noch ein Thema wie die Irritation, die eine Meldung im Pfarrblatt der Katholischen Kirchengemeinde auslöste. Darin wurde vermeldet, dass die Gemeinde die Trägerschaft für den Katholischen Kindergarten Robern übernehmen werde. Gespräche darüber gibt es zwar, für Vollzugsmeldungen sei es aber noch zu früh, so der Bürgermeister. Abgeschlossen wurde der öffentlichen Teil mit dem Hinweis des Bürgermeisters, dass über das verlängerte Wochenende Ende Mai eine Delegation aus aktiven und ehemaligen Mitarbeitern der Verwaltung, Gemeinde- und Ortschaftsräten in die Partnergemeinde Heiligengrabe reist um dort das 30-jährige Jubiläum der Partnerschaft zu feiern. Hier in Fahrenbach wird das Jubiläum ja Anfang Oktober begangen. Nur gut, so eine Gemeinderätin schmunzelnd, dass das Interesse an der Partnerschaft nicht so verblasst ist, wie die Farbe auf den Partnerschaftsschildern an den Ortseingängen.-