Aktuelles aus dem Bürgermeisteramt

Erlös Weihnachtsmarkt

Eigentlich sollte im Winter 2021 alles anders werden. Nach der Absage des Weihnachtsmarktes 2020 war die 27. Auflage der Traditionsveranstaltung Fahrenbacher Weihnachtsmarkt für das erste Advents-Wochenende 2021 geplant. Die Hütten waren aufgebaut, die große Krippe neben der Kirche war eingerichtet, etliche Standbetreiber mit einem vielseitigen Angebot hatten sich angesagt und auch die notwendigen Einkäufe waren durch die Organisatoren der Fördergruppe schon getätigt. Doch dann spitzte sich die Corona-Lage wieder mal zu. Eine Woche vor dem Start wurde aus 3 G plötzlich 2 G+ , was die Fördergruppe  zu einem mehrheitlichen 1 G. d.h. „Gestrichen“ zwang. Der Weihnachtsmarkt wurde abgesagt, was vor allem bei der neuen Vorstandschaft für ziemlich viel Verdruss sorgte.

Das Team um den Vorsitzenden Daniel Eppel hatte ja als „next Generation“  die Verantwortung für die Markttage übernommen und wollte das Bewährte auch mit der ein oder anderen neuen Idee aufwerten. „ Daraus wurde  leider nichts“, so Eppel, und nach der entscheidenden Online-Sitzung war der Frust relativ groß“. Doch einmal drüber geschlafen und dann war allen klar, dass man trotzdem was für die Menschen tun will, denen das Schicksal im abgelaufenen Jahr nicht so hold war. Schließlich, so Daniel Eppel gilt das Vereinsmotto „Es gibt nichts schöneres als anderen Menschen Freude zu schenken“ weiter. Man war sich bewusst darüber, dass alle Ersatzaktionen nicht an den Rekorderlös aus dem Jahr 2019 von damals 24.000.-€ ran reichen würden, doch letztlich so der stolze Vorsitzende könne man nach dem „ausgefallenen Weihnachtsmarkt“  8.500 € an Personen aus Fahrenbach, Robern, Trienz, Wagenschwend und Laudenberg verteilen. Traditionell geht ein Teil des Erlöses auch nach Heiligengrabe in die Partnergemeinde (auch dort war der „Tourbus“ zum Fahrenbacher Weihnachtsmarkt schon gepackt) und an die Bewohner des Seniorenheimes.

„Der Betrag ist eine tolle Leistung aller“, so resümierte auch Bürgermieters Jens Wittmann, der selbst Mitglied der Fördergruppe Weihnachtsmarkt ist „Man sieht welche hohen Stellenwert die Fördergruppe überall hat, denn auf seine bewährten Unterstützer und Spender konnte man halt auch in der Pandemie bauen. Und die Bevölkerung steht eh hinter der guten Sache“ so Wittmann.  Beim Essensverkauf im November war die Beteiligung ebenso groß wie beim Verkauf von Glühweintassen, Glühwein, und Dosenwurst. Letztere wurde kurzerhand aus den Spanferkeln gemacht, die wie übrigens im jedem Jahr, vom Sattelbacher Alfred Denz gespendet wurden. Begehrt waren zudem die Lose der Tombola, bei der es als Hauptpreis einen Kaminofen zu gewinnen gab. Verkauft und ausgegeben wurden die Lose und Preise der Tombola an einem regnerischen Samstag am Sparkassenvorplatz, wo zwei Hütten immer noch als Symbol für die Hoffnung auf einen „normalen“ Weihnachtsmarkt im Jahr 2022 stehen geblieben sind. An diesem Tag, so erzählen die Frauen und Männern mit dem ausgeprägten Hilfsgen, kamen auch spontan Leute vorbei um für die gute Sache etwas zu spenden.

Überhaupt war es für die Unterstützer aus allen Orten keine Frage bei der „kollektiven Spendenaktion mit der grandiosen Akzeptanz“,  auch wenn die anders als sonst ablief, mitzumachen. Da brauchte es keiner großen Worte, so die Fördergruppler, die mit den jetzt bereitgestellten Geld ihre Spendenbilanz auf über 315.000,-€  aufstocken konnten. Klar, dass man da bei der Übergabe des Spendenschecks nur freudige Gesichter sah und der Corona-Absagen-Frust schon ein wenig verflogen war. „Nichts desto trotz wollen wir 2022 endlich wieder einen richtigen Weihnachtsmarkt durchführen, so Daniel Eppel, denn erstens gilt es unsere neuen Ideen umzusetzen und zweitens macht das gemeinsame Arbeiten in der Gruppe zum Wohle anderer Menschen unheimlich Spaß und schweißt Jung und Alt in der Fördergruppe Weihnachtsmarkt zusammen.