Aktuelles aus der Gemeinderatssitzung

Bericht zur Gemeinderatssitzung am 11.04.2022

Gemeinderatssitzung in Fahrenbach
Zu einer Sitzung mit einem kurzen informativen öffentlichen Teil kam der Fahrenbacher Gemeinderat zusammen. „Sitzung dahoam“ hieß es da übrigens, denn das Gremium tagte nach dem Auszug des Kreis-Impfzentrums wieder in den angestammten Räumen des Bürgerzentrums. Zunächst gab der Bürgermeister den anwesenden Bürgern die Themen bekannt, die bei der Klausurtagung vorbesprochen wurden und informierte über einen anstehenden Grundstückskauf in Trienz. Einige der Zuhörer kamen sicher auch wegen der Beschlüsse zum Bebauungsplan Steigenwäldchen in Trienz. Für das Gewann oberhalb der gleichnamigen Straße wurde bereits im Jahr 2019 ein Bebauungsplan formell aufgestellt. Dessen Umsetzung erwies sich mit Blick auf die Entsorgung des Abwassers allerdings als sehr schwierig. Die Abwässer müssen über den Kanal in der Rainstraße abgeleitet werden, doch dieser Kanal muss erst im Rahmen der geplanten Straßensanierung aufwändig aufdimensioniert werden. So empfahl jetzt die Verwaltung diesen Aufstellungsbeschluss formell aufzuheben und eine Neufassung zur Abstimmung zu stellen. Nach diesem neuen, deutlich dezimierten Plan werden etwa 14 Bauplätze am nördlichen Ortsrand von Trienz erschlossen und zwar genauso wie es im bestehenden Flächennutzungsplan auch vorgegeben ist. Diese vorgesehene Nutzung, so Wittmann, ermöglicht auch die zeitnahe Umsetzung der Pläne. Die Abwasserentsorgung für diese Flächen ist unproblematisch, so die Fachbüros. Der Beschluss zur Neufassung des Aufstellungsbeschlusses fiel danach einstimmig. Am Ortsausgang Richtung Muckental in Trienz will ein privater Bauherr eine Garage erstellen. Dem steht von Gemeindeseite nichts entgegen, so das Credo der Gemeinderäte, die anschließend auch dem Antrag zum Anbau eines Wintergartens in der Fahrenbacher Ortsmitte zustimmten.

Eine konkrete Regelung für Ehrungen, so fuhr der Sitzungsleiter fort, gab es bislang in Fahrenbach nicht und so kamen bei Jubiläen, Ehrungen sowie bei Anlässen in Freud und Leid oft Fragen auf. Deshalb, so der Bürgermeister, habe man jetzt alles in einer Ehrungsordnung niedergeschrieben. Die wurde bei der Klausurtagung schon mal vorbesprochen und jetzt von einer Arbeitsgruppe des Gemeinderates zu Papier gebracht. Klare Regelungen machen die Verwaltungsarbeit in Sachen Repräsentationsaufgaben einfacher und verhindern Missstimmungen, so Wittmann bei der Vorstellung der Ehrenordnung. In der wird u.a. auch die Einführung der Ehrenmedaille geregelt. Das Gesamtgremium lobte die gute Vorarbeit der Verwaltung und der Arbeitsgruppe und stimmte der Ehrenordnung zu.

Im und am Rathaus Fahrenbach, so der Bürgermeister, laufen die Arbeiten planmäßig. Derzeit macht die beauftragte Firma Kispert den Anbau, die Arbeiten im Innern beginnen Ende April wenn die Verwaltung den Umzug ins Bürgerzentrum hinter sich gebracht hat. In der Zeit vom 27.-29. April bleibt die Verwaltung wegen des Umzugs in das Bürgerzentrum „Am Limes“ geschlossen bzw. ist nur in dringenden Notfällen erreichbar. Im neuen Domizil im Ostring werden das Bürgermeister-Büro und die bürgernahen Dienste wie Pass-, Ordnungs- und Standesamt im Bürgersaal untergebracht, die Kämmerei und Hauptverwaltung richten im Vereinsraum ihr Übergangsbüro ein.

Dort war übrigens zuletzt die Zentrale des Impfzentrums untergebracht, das sich nach exakt 11.123 Impfungen aus Fahrenbach verabschiedet hat. Die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Gemeinde lief problemlos, so Wittmann, und deshalb habe sich das Landratsamt auch in einem Brief für das gute Miteinander, die Zustimmung des Gemeinderates und die Akzeptanz in der Bevölkerung bedankt.  Noch aber ist Corona nicht nur wegen der umfangreichen Infektionsliste ein Thema. Deutlich zurück gehen dagegen die Nachfragen nach Testungen beim kommunalen Impfangebot von Verwaltung und DRK im Feuerwehrhaus von Fahrenbach. Die werden deshalb zum 01.05.2022 eingestellt.

Fast 30 geflüchtete Ukrainer, überwiegend Frauen und Kinder, haben mittlerweile in Fahrenbach eine Zuflucht gefunden. „Es ist erfreulich, dass sich so viele Fahrenbacher bereit erklärt haben in der Not spontan zu helfen. Natürlich fordert die Flüchtlingsunterbringung auch Verwaltung, Schule und Kindergärten. Da ist nicht nur wegen der sprachlichen Probleme viel Kreativität und Organisation gefordert, doch gemeinsam mit den Gastgebern aus allen drei Ortsteilen bringen wir das hin“, so der Bürgermeister. Der lud dann auch noch zu den Maibaumstellen ein, die in diesem Jahr wieder in allen drei Ortsteilen durchgeführt werden. Los geht`s in Robern, wo der Maibaum durch die Dorfgemeinschaft bereits am Samstag 23.04. in die Senkrechte gebracht wird.

Wann es in den geplanten Baugebieten Feldbrunnen II in Fahrenbach und Mühlweggewann Robern los geht, kann konkret noch nicht gesagt werden. Auf Nachfragen aus den Ratsreihen blieb von Seiten der Verwaltung lediglich der Hinweis auf die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten in Fahrenbach und das laufende Zielabweichungsverfahren in Robern.

Was dagegen konkret gesagt werden kann ist das Datum des gemeindlichen Ehrungsabends, der während der Pandemie zweimal verschoben werden musste. Die anstehende Ehrung und offizielle Verabschiedung von Gemeinderäten, die Auszeichnung von Feuerwehrleuten, Blutspendern und verdienten Bürgern wird am 01.10. 2022 durchgeführt. An diesem Wochenende erwartet man nämlich auch Gäste aus der Partnergemeinde Heiligengrabe, um mit denen das 30-jährige Bestehen der Gemeindefreundschaft zu feiern.