Aktuelles aus der Gemeinderatssitzung

Bericht zur Gemeinderatsitzung am 17.10.2022

Öffentliche Gemeinderatssitzung in Fahrenbach

Auf viel Interesse stieß die jüngste Zusammenkunft des Fahrenbacher Gemeinderates im Bürgerzentrum Am Limes. Das lag sicher auch daran, dass Bürgermeister Jens Wittmann die Zwischenergebnisse aus der Untersuchung zu Innerortsentwicklungs- und Reaktivierungsmöglichkeiten vorstellte. Zusammen mit dem Ingenieurbüro für Kommunalplanung, so Wittmann, habe man die Potenziale in allen die Ortsteilen ermittelt und auch mögliche Entwicklungsflächen katalogisiert. Basis dieser Untersuchung, die dem Regionalverband als Grundlage für Fragen zur künftig möglichen Entwicklung dienen wird, war eine „grundstücksscharfe“ Analyse aller in Frage kommenden, unbebauten Flächen. Von denen gibt es doch einige, und so wurden die innerörtlichen Entwicklungspotentiale mit einer Gesamtfläche von 6,1 Hektar ermittelt. Die Reserve in den Außenbereichen der drei Ortschaften wurde mit 12,7 Hektar beziffert, für Gewerbe hat man 2,4 Hektar als machbar eingestuft. Natürlich stehen vor der Entwicklung in diesen Dimensionen noch planerische Verfahren mit offenem Ausgang im Raum. Jetzt, so der Bürgermeister gehe es darum mit den betroffenen Grundstückseigentümern abzuklären ob bzw. welche Pläne diese mit ihren Flächen haben. Besonders mit Blick auf die reichlich vorhandenen innerörtlichen Baulücken stellt sich evtl. die Frage ob ein Verkauf in Frage kommt. Die entsprechenden Schreiben, so die Verwaltung, gehen in Kürze raus und deren Ergebnisse sollen die Grundlage für weitere diesbezügliche Beratungen im Gemeinderat bieten. Nichts desto trotz wird die Gemeinde weiter das Hauptaugenmerk auf die laufende Erschließung der Bauflächen im Feldbrunnen von Fahrenbach, dem Steigenwäldchen in Trienz und im Mühlweggewann Robern legen.

Haltestelle oder Haltebucht? Diese Frage stand dann im Mittelpunkt der Erörterungen nachdem Marco Rieß vom Ingenieurbüro Sack und Partner auf die geplanten, weil gesetzlich geforderten, Umbauten der bisherigen Haltestellen einging. Diese sollen schnellstmöglich barrierefrei werden und dementsprechend wurde für einen Teil der bestehenden 16 Haltepunkte in der Gemeinde schon Förderanträge gestellt. Haltebuchten, so Wittmann sind eher out, präferiert werden Haltestellen, die den Verkehr rund um die Haltestellen verlangsamen, und so für mehr Sicherheit der Bahnfahrenden sorgen sollen. Die Diskussion im Gemeinderat machte deutlich, dass es da durchaus verschiedene Meinungen gibt und auch die Frage der Gestaltung und Größe der wetterfesten Wartehäuschen noch Redebedarf erfordert. Letztlich war man sich einig die Gestaltung der einzelnen Haltestellen unter der Prämisse Sicherheit und Barrierefreiheit explizit festzulegen.

Zugestimmt wurde dann dem Baugesuch zum Umbau eines Wohnhauses in der „Hofklinge“ in Robern, während ein Baugesuch zum Ausbau eines Wohnhauses in Fahrenbach zurück gestellt wurde. Hier gab es Bedenken wegen der Abstände zu Gehweg und Straße, was jetzt nochmal mit der Genehmigungsbehörde beim Landratsamt Mosbach abgeklärt wird. Von dort, so Bürgermeister Jens Wittmann, sei mittlerweile die Baugenehmigung für die Dorfscheune in der Ortsmitte erteilt worden, so dass man das Projekt in Angriff nehmen kann.
Kräftig gewerkelt wird ja derzeit im Tiefbaubereich. In Fahrenbach verlegt die Firma Huber im Auftrag der EnBw neue Kabel im Straßen- und Gehwegbereich. Dazu wird eine erneute Verkehrsregelung per Ampelschaltung erforderlich. Unumgänglich, so Planer und Baufirma, ist eine solche auch im Bereich des vor allem von Schülern frequentierten Fußgängerüberweges. Man werde aber versuchen einen Großteil der Arbeiten in den Herbstferien auszuführen. Mit Einschränkungen wegen Bauarbeiten haben derzeit auch die Bewohner von Trienz zu kämpfen. Die Autofahrer müssen Umleitungen auf sich nehmen, weil die Hauptdurchgangsstraße saniert wird, die Anwohner der Umleitungsstrecken klagen über die enorme Belastung. Der kommt auch daher, so ein Anlieger bei der Bürgerfragestunde, dass viele Auswärtige sich nicht an die ausgewiesene überörtliche Umleitung halten, sondern sich durch die schmalen Umleitungsstrecken in Trienz zwängen. „Und das auch noch mit hohem Tempo“, so ein Anwohner der Kirchenstraße. Verwaltung und Gemeinderat zeigten Verständnis, machten allerdings auch deutlich, dass man in den meisten Fällen nur an die Vernunft jeden Einzelnen appellieren kann. Kontrollen seien diesbezüglich sehr schwierig. Bürgermeister Wittmann wies noch darauf hin, dass in der Zeit vom 06. November bis voraussichtlich 17. November die Kreisstraße von Fahrenbach nach Trienz komplett gesperrt werden wird und überhaupt keine Durchfahrt mehr möglich ist. Der Landkreis lässt nämlich auf der stark frequentierten Straße einen neuen Belag aufbringen. Wie die Herausforderung „BRN-Anbindung“ in dieser Zeit gelöst werden kann, wird derzeit in Gesprächen der Beteiligten abgeklärt. „Wir bauen aber wie bei den bisherigen Maßnahmen auch, auf das Verständnis der Bevölkerung. Dass die Arbeiten notwendig sind weiß jeder, der die Straßen nutzt“, so Wittmann.

Haltestelle oder Haltebucht- das ist nicht nur in der Trienzer Ortsmitte die Frage
Haltestelle oder Haltebucht- das ist nicht nur in der Trienzer Ortsmitte die Frage